Vestibül 1. OG

Im Anschluss an die breite zweiflügelige Haupttreppe gliedert sich das Vestibül im ersten Obergeschoss an. Ein Teil des Vestibüls bildet den Vorraum der historischen Büros im ehemaligen Direktionsbereich. An dessen Wänden finden sich verschiedene kunstvolle Reliefs.

Unter der Vielzahl künstlerischer Verzierungen im Mendelssohn-Palais stechen die Reliefs mit Handelsmotiven von Johann Gottfried Schadow (1764 – 1850) hervor. Schadow gilt als der bedeutendste Bildhauer des deutschen Klassizismus und Begründer der deutschen Bildhauerschule. Eines seiner wohl bekanntesten Werke stellt die Quadriga auf dem Brandenburger Tor dar und ist heute eines der Wahrzeichen der Stadt Berlin.

Ursprünglich schmückten die 1802 von Joseph Mendelssohn gestifteten Stuckreliefs den Börsensaal der alten Berliner Börse am Lustgarten. Mit dem Abriss der Börse im Zuge des Neubaus des Berliner Doms kehrten die Reliefs 1893 wieder in den Privatbesitz der Familie Mendelssohn zurück.

Besonderheiten

• Teilweise kunstvolle Holzvertäfelung
• Teilweise direkter Blick auf die Schalterhalle
• Detailreiche Stuckreliefs mit Genreszenen und Allegorien von Handelsmotiven (Erschaffen von Johann Gottfried Schadow)